Konkrete Einzelnachweise für die Veruntreuung von Kundengold bei der PIM Gold und Scheideanstalt GmbH

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Staatsanwaltschaft Darmstadt
z.Hd. StA Knorz
Mathildenplatz 15
64283 Darmstadt
verwaltung@sta-darmstadt.justiz.hessen.de

…, den 13.08.2016

AZ 400JS23954/17 Strafanzeige

gegen
Mesut Pazarci, Tillman Dönnebrink u.a. bei der PIM Gold und Scheideanstalt GmbH
Konkrete Einzelnachweise für die Veruntreuung von Kundengold
Prüfung von Strafanzeigen gegen weitere Mittäter: Diana Kodek, Ralf Breitenfelder, Arthur Krazy

Sachverhalt:
Rechtsanwalt Dönnebrink hat mit Schreiben vom 17.05.2017 an die Staatsanwaltschaft und in einem weiteren Schreiben vom 22.05.2017 versucht die Vollständigkeit der Kundengoldbestände der PIM nachzuweisen. Hierzu hat er umfangreiche Listen und andere Dokumente beigefügt.

Eine Verifizierung dieser Nachweise mit weiteren eindeutigen Belegen erbringt ohne weitere Prüfung die eindeutige Überführung der Täter, was ich in den folgenden Ausführungen belegen werde.

Der Nachweis, dass das gesamte Kundengold vorhanden ist, kann nur dadurch erbracht werden, dass die korrekten Soll- und Istbestände dies ergeben. Am 19.05.2017 fand für die PIM Gold und Scheideanstalt GmbH eine Inventurprüfung statt, welche von der ATCON AG Wirtschaftsprüfung überwacht wurde. Es ist bekannt, dass Wirtschaftsprüfer Franz-Josef Hans eine Bescheinigung über dieses Prüfung verweigert  hat.
Da qualifizierte Nachweise durch Bescheinigungen vom Wirtschaftsprüfer oder Steuerberater nicht vorgelegt werden können, versucht Rechtsanwalt Dönnebrink die Nachweise manipulativ zu erbringen.

Der Abgleich der hier vorgelegten Listen mit Beweismitteln ergibt:

Nachweise über den fehlenden Goldbestand bei der PIM Gold und Scheideanstalt GmbH
Nachweise über den fehlenden Goldbestand bei der PIM Gold und Scheideanstalt GmbH

Ich bin Rechtsanwalt Dönnebrink sehr dankbar, dass er durch seine Schreiben mir den Einblick in die „manipulierten“ Nachweise der PIM gewährte, womit ohne große weiteren Ermittlungen ein nicht unerheblicher Teil der Kundengoldveruntreuung nachgewiesen werden kann, was die folgenden Ausführungen zweifelsfrei belegen.

Erl.Tz. 1 Unterschlagene Kundengoldsollbestände bei den Verträgen BGKplus – Bonusgoldkauf- Plus

Rechtsanwalt Dönnebrink hat mit Schreiben vom 22.05.2017 auf 61 Seiten insgesamt 1.861 BGK-Plus-Verträge aufgeführt, womit bewiesen sein soll, dass der diesbezügliche Goldsollbestand nur 717,9 kg beträgt. Siehe hierzu die Anlage 1.
Ich habe diese Liste eingescannt und habe diesen Daten die Originaldaten der PIM aus dem Vertragsverwaltungssystem CCV der PIM gegenübergestellt. Siehe hierzu die Anlage 2.
Hieraus und mit weitere Belegen und Nachweisen ergibt sich, dass der Sollbestand der Bonusgoldkauf-Plus- Verträge von den Beschuldigten wie folgt willkürlich gemindert wurde:

a. Weglassen der Bonusgoldzubuchungen

Es werden bei diesen Verträgen lediglich die Goldbuchungen des ursprünglichen Goldkaufs gezeigt. Somit ist nachvollziehbar, d

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ass alle Zubuchungen von Bonusgold, welche in CCV schon erfasst waren, einfach weggelassen wurden. Siehe hierzu Anlage 2 Spalten 6 und 12. Durch diese Vorgehensweise konnten  die Beschuldigten willkürlich den Goldsollbestand um 29,936 kg mindern.

b. Willkürlich weggelassene Goldbestände, welche mit den Auslieferungsbelegen der PIM nach dem 19.05.2017 bei der Firma ………….. GmbH in ………… abgegeben worden sind.

Ab Mai 2017 haben sich eine Vielzahl von Vermittlern der PIM der ……… angeschlossen und haben die Goldbestände Ihrer Kunden aus der PIM herausgenommen und bei der …….. wieder neu angelegt.
Die ……….. verlangt bei der Einlage den Nachweis, wo diese Goldbestände erworben wurden.
Somit kann ich Auslieferungsbescheinigungen der PIM mit Datum nach dem 19.05.2017 vorlegen (siehe Anlage 7), deren Goldbestände zweifelsfrei in der Inventurliste der PIM zum 19.05.2017 (Anlage 1) hätten enthalten sein müssen, jedoch nachweislich nicht aufgeführt waren.
Somit liegen durch diese Dokumente ausreichende Beweise vor, welche belegen, dass die Beschuldigten vorsätzlich die Liste des Sollbestandes verkürzt haben, um die Veruntreuung zu verschleiern.
Beweise: Anlage 2 – Spalte 13 und die hierzu beigefügten Kundenbelege, von der PIM selbst ausgestellt.
Die Differenz macht in diesen Fällen 20,139 kg Gold (Wert: rd. 700.000 €) aus.

c . Willkürlich weggelassene Goldbestände von Kunden, welche telefonisch bestätigt haben, dass die Verträge noch bestehen und die Goldbestände nicht ausgeliefert wurden.

Ich habe mir für rd. 20 Minuten die Mühe gemacht und habe einige Kunden angerufen, bei welchen die Goldbestände in der Inventurliste der PIM lt. Anlage 1 fehlen (Anlage 2 – Spalte 14). Diese bestätigten mir, dass die Verträge noch bestehen und dass das Gold nicht ausgeliefert wurde.
Das Ergebnis nach 20 Minuten Recherchearbeit: 7 Kunden bei welchen 32,7 kg Gold fehlen.
Diese Gespräche können von der Staatsanwaltschaft über die Kontaktdaten der Kunden in Anlage 2 nachvollzogen werden.

Zusammenfassung dieser Verkürzungen des Goldsollbestandes:

Verkürzung Sollbestand Kundengold bei der PIM Gold und Scheideanstalt GmbH durch Mesut Pazarci
Verkürzung Sollbestand Kundengold bei der PIM Gold und Scheideanstalt GmbH durch Mesut Pazarci

Die Differenz der Orginal CCV- Daten zur Liste, welche die PIM der Staatsanwaltschaft vorgelegt hat, beträgt 338,772 kg. Durch diese einfachen Überprüfungen wurde bereits eine Verkürzung von rd. 83 kg aufgedeckt. Ich bin mir sehr sicher, dass eine genaue Überprüfung vor Ort und durch Rückfragen bei den Kunden bis auf wenige Fehler und Ausbuchungen eine Differenz von mehr als 300 kg Gold (Wert: weit mehr als 10 Mio. Euro) erbringen wird.

Erl.Tz. 2 Unterschlagene Kundengoldsollbestände bei den Goldabonnement- Verträgen

Rechtsanwalt Dönnebrink hat offensichtlich auch für die Goldabonnementverträge eine verkürzte Liste vorgelegt. Ich habe mir auch hier für rd. 20 Minuten die Mühe gemacht und habe einige Kunden angerufen, bei welchen die Goldbestände in der Inventurliste der PIM lt. Anlage 3 fehlen (Anlage 4 – Spalte 8 ).
Diese Kunden bestätigten mir, dass die Verträge noch bestehen und dass das Gold nicht ausgeliefert wurde.
Das Ergebnis nach 20 Minuten Recherchearbeit: 7 Kunden bei welchen 9,6 kg Gold fehlen. Die Differenz  macht immerhin einen Wert von rd. 332.000 € aus.
Diese Gespräche können von der Staatsanwaltschaft über die Kontaktdaten der Kunden in Anlage 4 nachvollzogen werden. Ich bin mir sehr sicher, dass eine genaue Überprüfung vor Ort und durch Rückfragen bei den Kunden bis auf wenige Fehler und Ausbuchungen eine Differenz von mehr als 50 kg Gold (Wert: weit mehr als 1,7 Mio. Euro) erbringen wird.

Erl.Tz. 3 Unterschlagene Kundengoldsollbestände bei den Einmalanlagen GK25/61

Wie bereits in meiner Strafanzeige vom 22.05.2017 ausgeführt, gehe ich davon aus, dass auch bei diesem Posten die Liste massiv verkürzt wurde. Ich habe mir an diesem Punkt mangels Zeit weitere Ermittlungen erspart.

Erl.Tz. 4 Unterschlagene Kundengoldsollbestände bei den eingelagerten Goldspotverträgen

Ich habe der Staatsanwaltschaft Darmstadt mit Strafanzeige vom 22.05.2017 bereits die Liste der eingelagerten Goldspotverträge übermittelt. Die beschuldigten Täter Mesut Pazarci und Rechtsanwalt Dönnebrink erlauben sich die Unverfrorenheit und Frechheit gegenüber der Staatsanwaltschaft diese Liste bei der Ermittlung des gesamten Goldsollbestandes einfach komplett wegzulassen.

Lt. den Aufzeichnungen der Vertragsverwaltungssoftware CCV waren 108,7 kg Feingold mit einem aktuellen Wert von rd. 3,8 Mio. € eingelagert. Eine Vielzahl von Vermittlern hat mir bestätigt, dass deren  Kunden auch bei Goldspotverträgen die Einlagerung wünschten, da diese keine Möglichkeiten hatten das  Gold zuhause sicher aufzubewahren. Falls gewünscht kann ich der Staatsanwaltschaft die Namen dieser
Vermittler nennen.

Erl.Tz. 5 Differenz im gesamter Goldsollbestand

Wie in Tz. 1 – 4 aufgezeigt, kann den beschuldigten Tätern ohne weiteren Ermittlungen eine Verkürzung des Kundensollbestandes um rd. 209,40 kg (Wert: rd. 7,2 Mio. €) nachgewiesen werden.

Erl.Tz. 6, 7, 8 Differenz gesamter Goldistbestand

Mit meiner Strafanzeigen gegen die Verantwortlichen der Firma Loomis International (DE) GmbH vom 02.08.2017 habe ich den dringenden und begründeten Tatverdacht aufgezeigt, dass rd. 90 kg Feingold beim Istbestand der BonusgoldkaufPlus- Verträge der PIM nicht mitgerechnet werden können. Der Grund hierfür ist, dass Altgoldbarren und Schmuck im Gewicht von 222,6929 kg wie 100%- iges Feingold bewertet wurden.

Mit einem weiteren Schreiben vom 02.08.2017 an die Staatsanwaltschaft Darmstadt habe ich belegt, dass eine Auftragsbestätigung über die Bestellung von 1.500 100g Goldbarren von Agosi „keinesfalls“ als ein Einlieferungsbeleg der PIM über 150 kg Feingold vor dem Bilanzstichtag 19.05.2017 angesehen werden kann.

Hiermit wurde zweifelsfrei bewiesen, dass die beschuldigten Täter Mesut Pazarci und Rechtsanwalt Tillman Dönnebrink wissentlich und vorsätzlich versuchten zusätzlich 150 kg als vorhandenen Istgoldbestand zum Inventurstichtag 19.05.2017 einzubeziehen, um damit die Kundengoldveruntreuung zu verschleiern.

Somit versuchten die Beschuldigten den Goldistbestand fingiert um insgesamt rd. 240 kg (Wert: rd. 8,3 Mio. €) erhöht darzustellen.

Erl.Tz. 9 Mehrbestand/Minderbestand

Die kriminelle Energie und die unverfrorene Dreistigkeit der Beschuldigten zeigt sich dadurch, dass sie durch meine Ermittlungen ganz genau wussten, dass sie der Kundengoldveruntreuung überführt waren. Sie konnten durch die Gegenüberstellung der Goldsollbestände und der Goldistbestände ganz genau sehen, dass der Minderbestand riesig war. Es spielt in diesem Zusammenhang auch keine Rolle mehr, ob
die Kundengoldveruntreuung nun 1 Tonne oder 1,5 Tonnen oder 1,7 Tonnen ausmacht. Es dürfte allen Beteiligten klar gewesen sein, dass diese Fehlbestände nicht mehr ausgeglichen werden können.

Die Beschuldigten zeigten als Reaktion hierauf eine Mischung aus arroganter Überheblichkeit und übersteigerter krimineller Energie, dass sie alles dafür taten, meine Anzeige als unglaubhaft darzustellen, da sie offensichtlich felsenfest davon überzeugt sind, dass sie das Recht hätten dieses Betrugssystem fortführen zu können.

Deshalb haben sie die Goldsollbestandsliste willkürlich durch Weglassen einer Vielzahl von Verträgen insoweit verkürzt, wie sie dachten, dass sie Goldistbestände nachweisen können. Wie unter Tz. 6- 8 nachgewiesen wurden die Goldistbestände um rd. 240 kg manipulativ erhöht und die Goldsollbestände willkürlich verkürzt, um dann gegenüber der Staatsanwaltschaft, in drei Einstweiligenverfügungsverfahren und gegenüber den Kunden und dem Vertrieb nachweisen zu können, dass die Goldistbestände sogar
höher seien als notwendig.

So wurde durch die Fülle dieser Manipulationen ein Goldmehrbestand von 55,87 kg ausgewiesen. Am 27.05.2017 hat Julius Leineweber und Mesut Pazarci auf einer Vertriebsveranstaltung in Offenbach vor rd. 700 Vertriebspartner verkündet, dass bezüglich der Bonusgoldverträge mehr Kundengold vorhanden sei, als tatsächlich vorhanden sein müsste. Die folgende Folie wurde bei dieser Betriebsveran-
staltung an die Wand projiziert.

Massentäuschungen bei der PIM Gold und Scheideanstalt GmbH durch Mesut Pazarci
Massentäuschungen bei der PIM Gold und Scheideanstalt GmbH durch Mesut Pazarci

Offensichtlich war den Beschuldigten nicht bewusst, dass schon durch einfachste und oberflächliche Listenvergleiche mit schriftlichen Nachweisen belegt werden kann, dass statt eines Mehrbestandes von rd. 56 kg tatsächlich ein Minderbestand von 393,52 kg besteht.

Erl.Tz. 10 Auslieferungsverpflichtung der Goldspotverträge

In meiner Strafanzeige vom 22.05.2017 habe ich der Staatsanwaltschaft die Auslieferungsverpflichtung der Zweitlieferung aller Goldspotverträge dargelegt. Am 10.03.2017 betrug diese Verpflichtung nach den Aufzeichnungen des CCV- Systems 647 kg Feingold. Diese Verbindlichkeit möchte Mesut Pazarci und sein krmineller Rechtsanwalt einfach so unter den Tisch fallen lassen.

Im Zeitraum vom 10.03.2017 bis zum 19.05.2017 sind Verträge hiervon ausgeliefert worden und es kamen auch neue Verträge hinzu. Nach den mir zugetragen
Informationen ist der Goldspotumsatz in diesem Zeitraum nahezu unverändert fortgeführt worden, so dass ich im Rahmen dieser Anzeige, davon ausgehe, dass sich der Bestand per Saldo kaum verändert hat.

Bezüglich der Goldspotverträge muss die PIM zwar nicht alle 21 Tage durch eine geprüfte Inventur nachweisen, dass die Goldbestände physisch vorhanden sind. Die Kapitalisierung der Gesellschaft und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit muss jedoch sicherstellen, dass die Verbindlichkeiten aus den gestreckten Lieferverträgen erfüllt werden können, denn ansonsten dürften diese Verträge überhaupt nicht abgeschlossen werden, da dies den Tatbestand des „Eingehungsbetrugs“ erfüllen würde.

Es besteht der begründete Verdacht, dass der Abschluss dieser Verträge den Tatbestand des Eingehungsbetrugs erfüllt, da die PIM keine zusätzlichen liquidierbaren Vermögensgegenstände oder Erträge hatte, um diese Verbindlichkeiten aus der Zweitlieferungsverpflichtung jemals erbringen zu können.
Dies zeigt sich auch bei der Inventuraufnahme zum 19.05.2017. Der gesamte Warenbestand der PIM bestehend aus Feingoldbarren, Altgold und Schmuck wurde am 19.05.2017 in das Loomislager wegen der Inventurzählung verbracht und reichte noch nicht einmal dafür aus, um das Vorhandensein des Kundengoldes für die BonusgoldkaufPlus-Verträge nachzuweisen.

Erl.Tz. 11 Fehlender Goldbestand bei der PIM Gold und Scheideanstalt insgesamt

Somit beträgt der fehlende Goldbestand unter Einbeziehung der oben nachgewiesenen Fakten mehr als eine Tonne Gold im Wert von rd. 35 Mio. €. Wie bereits in meiner Strafanzeige vom 22.05.2017 ausgeführt, gehe ich davon aus, dass detaillierte Ermittlungen weitaus höhere Fehlbestände ergeben.

Aus strafrechtlichen Erwägungen dürfte dies unerheblich sein. Der besonders schwere Fall des Betrugs ist in § 263 Abs. 3 StGB geregelt. Der Gesetzgeber zählt hier mehrere Fälle als Regelbeispiele auf. Ein besonders schwerer Fall liegt zum Beispiel vor, wenn ein Vermögensverlust in großem Ausmaße herbeigeführt wird. Die Rechtsprechung geht regelmäßig ab einem Schaden von 50.000 Euro von einem Vermögensverlust großen Ausmaßes aus.

Strafrechtlichen Beurteilung der subjektiven Täterschaft

Mesut Pazarci versucht mit seinem Rechtsanwalt Tillman Dönnebrink die Schuld für die Unstimmigkeit der Bestände anderen anzulasten. Ich habe Mesut Pazarci und seine Berater seit Ende Februar mit den Beständen seines Vertragsverwaltungssystems CCV konfrontiert. Er hatte somit mehrere Monate Zeit eventuelle Fehler zu berichtigen.

Das Ergebnis zeigt jedoch ernüchternd, dass versucht wird, mit nachweislich verkürzten Goldsollbestandslisten und nachweislich fingiert erhöhten Goldistbestandsnachweisen die Kundengoldveruntreuung zu verschleiern.

Die vorliegenden Beweismittel zeigen, dass Mesut Pazarci keinesfalls als Einzeltäter agiert hat. Mesut Pazarci ist im Umgang mit dem PC nur minder befähigt, was alle bezeugen können, welche bei der PIM gearbeitet haben. Ich gehe davon aus, dass die Daten für die Inventuraufstellung lt. Anlagen 1 und 3 von Herrn Ralf Breitenfelder, Arthur Krazy oder von Frau Diana Kodek aus dem Vertragsverwaltungssystem CCV exportiert wurden. Zur Weiterbearbeitung lagen jetzt CSV- bzw. Excellisten vor, welche wie o.a. verkürzt wurden .

Diese Arbeiten könnten von Rechtsanwalt Dönnebrink, Julius Leineweber, Diana Kodek, Ralf Breitenfelder oder Arthur Krazy erledigt worden sein, welche alle das Know-How hierfür haben.

Ich rege deshalb an, dass die Staatsanwaltschaft diese Personen als Zeugen oder Beschuldigte verhört, um zu erfahren, wer ganz genau welche Tätigkeit bei der Erstellung dieser Listen ausgeführt und wer die Anweisung dafür erteilt hat.

Rechtsanwalt Tillman Dönnebrink ist bereits durch seine Ausführungen vom 22.05.2017 in seiner Strafanzeige gegen mich auf Seite 5 (Anlage 5) als aktiver Mittäter bei der Verschleierung der Kundengoldveruntreuung überführt. Er führt dort aus:

„Weiter wurden Goldmengen mit einem Feingoldgehalt von 150,00 kg bei der Allgemeinen Goldund Silberscheideanstalt AGOSI zur Umformung eingeliefert. Eine entsprechende Einlieferungsbestätigung nebst Rechnung fügen wir als Anlage 26 bei. Es handelt sich hier um die Einlieferung der bereits dargelegten Barrenvorprodukte zur Herstellung von Feingoldbarren. …“

Diese Anlage 26 ist die Auftragsbestätigung mit der Nr. 134202 vom 20.04.2017 der Firma Agosi (siehe Anlage 6), welche bestätigt, dass zum 19.06.2017 1.500 Stk. 100g- Feingoldbarren zum Preis von je 7,80€ und einmaligen Werkzeugkosten von 1.300 € geliefert werden. Auf dieser Auftragsbestätigung ist lediglich vermerkt:

„Bitte planen Sie bei der Abholung genügend Zeit ein, da wir das angelieferte Gold prüfen müssen.“

Dies sagt lediglich aus, dass die Abwicklung „Zug- um- Zug“ vollzogen wird. Altgold wird eingebracht, danach analysiert und bewertet und unmittelbar danach erfolgt die Auslieferung der neugeprägten 100g-Feingoldbarren.

Hier versucht der Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Tillman Dönnebrink die Staatsanwaltschaft vorsätzlich und wissentlich zu täuschen, wenn er diese Auftragsbestätigung mit der Nr. 134202 vom 20.04.2017 als „Einlieferungsbestätigung“ tituliert und damit versucht den Nachweis des Istgoldbestandes fingiert zu erhöhen.

Rechtsanwalt Dönnebrink kann sich in diesem Fall nicht herausreden, dass er lediglich die Belege oder Angaben seines Mandanten weitergereicht hat, denn er hat in seinem Schriftsatz vom 22.05.2017 diese Auftragsbestätigung als „ Einlieferungsbestätigung“ interpretiert, um damit die Staatsanwaltschaft zu überlisten.

Rechtsanwalt Dönnebrink kann sich als Rechtsanwalt auch nicht damit herausreden, dass er sich mit diesem Dokument getäuscht hat, denn die Auftragsbestätigung von Agosi mit der Nummer 134202 sagt mit keiner Silbe aus, dass von der PIM vor oder am 19.05.2017 Goldbarren bei Agosi eingeliefert wo rden sind.

Somit ist definitiv bewiesen, dass Rechtsanwalt Dönnebrink zwangsläufig wissen musste, dass die Goldistbestände der PIM die Goldsollbestände nicht decken. Somit ist jedoch auch bewiesen, dass nahezu alle Tätigkeiten von Herrn Dönnebrink im Zusammenhang mit dieser Sache seine Mittäterschaft bei der Verschleierung der Kundengoldveruntreuung beweisen. Rechtsanwalt Dönnebrink tut offensichtlich alles, um sein lukratives Mandat wirtschaftlich am Leben zu erhalten. Er fertigt Strafanzeigen gegen mich mit falschen Beschuldigungen, erstellt seinem Mandanten falsche eidesstattliche Versicherungen und fertigt Schriftsätze an die Staatsanwaltschaft mit fingierten Nachweisen, wie die o.a. Einlieferungsbescheinigung.

Rechtsanwalt Tillman Dönnebrink und Mesut Pazarci vertrauen darauf, dass sie genauso wie im November 2013 die Ermittlungsbehörden bei einer eventuellen Durchsuchung täuschen kö nnen. Damals erfolgte eine Durchsuchung wegen des Verdachtsmoments, dass ein Schneeballsystem betrieben wird und dass kein Kundengold vorhanden sei.

Es waren damals jedoch rd. 120 kg Kundengold vorhanden, was jedoch nur rd. Hälfte des Sollbestandes ausmachte. Dies wussten die ermittelten Behörden jedoch nicht. Somit verliefen die Ermittlungen im Sande. Diese Täuschung wurde massiv durch Rechtsanwalt Dönnebrink begleitet, welcher sich seitdem auch als der Schutzpatron der PIM brüstet und dafür jährlich sechsstellige Honorare kassiert.

Strafantrag

Ergänzend zu meiner Strafanzeige vom 22.05.2017 stelle ich Strafantrag für alle Beschuldigten.

Rechtsanwalts Dönnebrink ist wegen der Mittäterschaft an einem bandenmäßigen Betrags in einem besonders schweren Fall anzuklagen, da ein Rechtsanwalt, welcher seine anwaltliche Stellung für aktive Betrugstaten einsetzt, nach § 7 Nr. 5 BRAO die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft zu versagen ist, da er sich eines Verhaltens schuldig gemacht hat, das ihn unwürdig erscheinen lässt, den Beruf eines Rechtsanwalts überhaupt auszuüben.

Bezüglich des Hauptbeschuldigten Mesut Pazarci weise ich ausdrücklich darauf hin, dass dieser die türkische Staatsangehörigkeit besitzt und ganz einfach Kundengoldbestände der PIM über den Sicherheitslogistik der Firma Loomis in die Türkei verschieben kann. Es besteht die Befürchtung, dass Mesut Pazarci sich mit dem Kundengold in die Türkei absetzt, wenn er erkennt, dass sein Täuschungsmanöver aufgedeckt wird und ihm die Verhaftung droht. Bei der jetzigen politischen Lage ist auch nicht damit zu rechnen, dass der Türkische Staat einem deutschen Auslieferungsgesuch betreffend eines türkischen Staatsbürgers Folge leisten wird.

PDF-Download des Orginaltextes der Strafanzeige

Siehe auch:

Die vermeintliche Erfolgsgeschichte des Mesut Pazarci dem Geschäftsführer von PIM-Gold

Mesut Pazarci kam aus der Türkei nach Deutschland als kleiner Junge. Sein Vater, ein einfacher aber guter Mensch, war mit dem quirligen Mesut immer überfordert, erzählten die Nachbarn. Mesut forderte immer viel, wollte dafür aber möglichst wenig tun. Außerdem hatte er schon immer ein Problem mit der Wahrheit und war unheimlich verschlagen, wenn es darum ging seine Lügen zu vertuschen, erzählten ehemalige Schulkollegen.

Mesut Pazarci kann weder einen Schulabschluss noch eine Berufsausbildung vorweisen.
Mesut Pazarci hat auch ganz sicher nicht Maschinenbau studiert, wie er ständig erzählt. Mesut Pazarci kann noch nicht einmal zwei deutsche Sätze fehlerfrei schreiben.

Mesut Pazarci kann jedoch sehr geschickt Leute für seine Ziele motivieren und manipulieren.

Mesut Pazarci – wie aus dem Looser ein Macher wurde.

Mesut Pazarci landete letztendlich im Strukturvertrieb der Hamburg-Mannheimer Gruppe, der HMI. Das war seine Welt. Hier konnte er lügen, übertreiben, Scheinwelten aufbauen und hat damit sogar noch riesigen Erfolg. Mitstreiter von Mesut Pazarci aus dieser Zeit berichteten, dass Mesut Pazarci Heerscharen von Vermittlern rekrutierte, welche Berge an Lebensversicherungsverträgen ablieferten. Es waren Drückerkolonnen, die wirklich vor nichts zurückschrecken. Da mit falschen Versprechungen und Unwahrheiten gearbeitet wurde, gingen, wie nicht anders zu erwarten, nahezu 100 % dieser Verträge kurzfristig wieder in Storno.

Mesut Pazarci: Erfolg ist gleich Nutten und Koks
Erfolg definiert sich bei Mesut Pazarci über Nutten und Koks. Hier eine HMI-Feier aus 2003.

Die Masche, wie man Tausende von Strukkis innerhalb kurzer Zeit rekrutiert, wurde Mesut Pazarci von den HMI-Generälen vorgelebt. Zeig dich als Lebemann. Immer Bündel von Geldscheinen in der Tasche. Teuere Anzüge, Luxusuhren und dicke Autos. Parties in Nachtclubs mit Nutten and more. Also Dekadenz hoch 5. Damit waren die HMI-Klopper lange Jahre einer der umsatzstärksten Finanzvertriebe und Mesut Pazarci war einer ihrer Besten. HMI wurde von der Ergo-Mutter dann wegen diverser Skandale und der hohen Stornoquote heruntergefahren, so dass Mesut sich eine neue Heimat suchen musste.

Er versuchte sich bei diversen Finanzvertrieben wie der FWU aus München oder der FG Finanz in Heilbronn, konnte jedoch seine Erfolge bei der HMI noch nicht einmal ansatzweise wiederholen. So erzählte beispielsweise Gerhard Ziegler, der Vorstand der FG Finanz, dass er Pazarci nach kurzer Zeit hinauswerfen lassen musste, da dieser zu 95% Verträge mit “Friedhofadressen” abgeliefert habe.

Mesut Pazarci gründet die PIM aus der Not heraus.

Nachdem Mesut Pazarci zwischenzeitlich zwei Firmen in die Pleite gesetzt hatte und dabei auch seinen Bruder in Haftungsschulden stürzte, gründete Mesut Pazarci im Jahre 2008 die PIM-Vertriebsgesellschaft mbH und vermittelte Geldanlageverträge für die Multiinvest GmbH des Herrn Walleczek aus Frankfurt. Da er auch dort wieder eine Stornowelle auslöste, wurde er von Walleczek verklagt und gekündigt, so dass er für seinen Vertrieb kein Produkt mehr hatte.

Aus der Not heraus, kam er dann auf die glorreiche Idee Anlagegold zu vermarkten und schaffte es sogar die Commerzbank als Produktpartner zu begeistern. Die Commerzbank merkte jedoch sehr schnell, dass Pazarci’s Drückerkolonnen unsauber arbeiteten und dass die finanziellen Abläufe intransparent und chaotisch abliefen. Folglich wurde auch dieser Vertrag nach kurzer Zeit fristlos gekündigt, so dass Mesut Pazarci aus der Not heraus selbst zum Goldanbieter mutieren musste, denn er hatte mittlerweile recht erfolgreich eine schlagfertige Vertriebsmannschaft aufgebaut.

Die PIM Vertriebsgesellschaft mbH musste dann in die PIM Handelsgesellschaft umbenannt werden. Auch der Goldanbieter Heraeus kündigte nach kurzfristiger Zusammenarbeit die Vertragsbeziehung, nachdem dieser den Verdacht hegte, dass die PIM ein betrügerisches Ponzi-System betreibt. Zwischenzeitlich war jedoch der PIM-Vertrieb exorbitant gewachsen und produzierte relativ gute Umsätze, so dass es Mesut Pazarci im Jahre 2012 schaffte den Goldanbieter Nadir aus der Türkei zu gewinnen.

PIM GOLD: Mit einem Hurenvertrieb zum größten Goldvertrieb

Wie baut man aus dem Nichts einer der größten Goldvertriebe auf? Mesut Pazarci hatte doch keinerlei Ausbildung. Er war ein Schulabbrecher ohne Abschluss und hatte folglich auch keine Berufsausbildung.

Er hatte jedoch die “hohe Schule” von HMI genossen und wusste, wie man Menschenscharen rekrutieren kann. Ein Strukturvertrieb funktioniert wie ein Schafherde. Dort sind die maßgebenden Individuen die Schafböcke, denn diesen folgen die Masse der Schafe. Also musste er nur die Schafböcke für seine Ziele gewinnen.

Der Vertriebsmarkt ist ein Hurenmarkt. Vertriebsköpfe, die Schafböcke (in der PIM als Generaldirektoren bezeichnet), werden “gekauft” wie billige Huren. Sie erhalten zum einen “fette” und inoffizielle Overheadprovisionen und bekommen zum Start solange satte Vorschüsse, bis sie diese ins Verdienen bringen.
Die Schafe des Vertriebs werden auf monatlichen “Kongressen” von Pazarci und seinen Generaldirektoren motiviert und gepuscht, dass diese für das angeblich größte und tollste Unternehmen der Goldbranche arbeiten und dass Sie, wenn Sie möglichst viele Kundengelder bringen, angeblich genauso erfolgreich werden können, wie die Generaldirektoren, für welche Sie jetzt arbeiten. Es war allgemein bekannt, dass diese zwischen 20.000 € und 60.000 € monatlich verdienten.

Mesut Pazarci und PIM-Gold: Alles nur ein großer FAKE

Mesut Pazarci erkannte sehr schnell, dass er weder den Mehrwert, welchen er den Kunden versprach, noch die Provisionen des Vertriebs jemals erwirtschaften konnte. Also musste eine Scheinwelt aufgebaut werden, welche vorgab, dass das trügerische Schneeballsystem von PIM-Gold ein äußerst erfolgreiches reales Unternehmen sei. Dabei ging Mesut Pazarci mit maßlosen Übertreibungen in die Superlative:

  • Die PIM mutierte in 2014 von heute auf morgen zur Scheideanstalt und nannte sich fortan auch PIM Gold und Scheideanstalt GmbH.
  • Angeblich wäre die PIM Weltmarktführer bei den 1g-Goldbarren.
  • Angeblich würde PIM das größte Goldportal Deutschalnds betreiben.
  • Angeblich hätte PIM Gold die beste Preise für Goldbarren.
  • Angeblich würden halbjährliche Inventurprüfungen durchgeführt und
  • angeblich verkaufe PIM GOLD sichere Goldanlagen.

Beim Unternehmen PIM Gold des Mesut Pazarci ist nichts wie es scheint. Alles – wirklich alles – ist nur Lug und Trug.

PIM Gold in der Bildzeitung
PIM Gold ist weder das größe Goldportal, noch hat PIM guten Preise. PIM ist auch keine Scheideanstalt.

Mitbewerber von PIM Gold haben die PIM wegen unlauterer Werbe- und Verkaufsaussagen angeklagt, so dass der PIM-PGD-Gruppe Ihre betrügerischen Goldverträge nicht mehr verkaufen darf.

Wir konnten die als Anlage beigefügte Klageschrift eines Mitbewerbers der PIM von einem Vertriebspartner ergattern. Um keine Werbung für dieses Unternehmen zu machen (denn darum geht es hier nicht), haben wir einige Namen und Adressdaten geschwärzt.

Siehe Link PDF-Dokument: Klageschrift_Abmahnung_PIM

Aus der Klageschrift können Sie nachvollziehen, dass das ganze Gebilde der PIM-Gold eine schon maßlose Täuschung der Kunden ist, um zu verbergen, dass in Wahrheit ein betrügerisches Schneeballsystem mit horrenden Verlusten gefahren wird.

Das betrügerische Schneeball-/Ponzisystem von PIM-Gold und Mesut Pazarci

Doch wie konnte man mit Goldanlageverträgen so viel verdienen, dass monatlich Provisionen von mehr als einer Million Euro ausgezahlt werden konnten?

Die PIM hatte seit Ihrem Bestehen zwei Vertragsarten, welche regelmäßig geändert wurden, vom Prinzip jedoch immer gleich blieben. Es gab Goldabonnement- und Goldeinmalanlageverträge.

Bei den Goldabonnementverträgen bezahlt der Kunde monatlich einen fixen Betrag und bekommt dafür Gold eingelagert, welches er sich jederzeit ausliefern lassen kann. Es fällt eine Einrichtungsgebühr in Höhe von z.B.: 15 Monatsraten an. Zahlt der Kunde z.B. monatlich 50 Euro in einen Vertrag ein, so fallen Einrichtungskosten von 50€ x 15 = 750€ an, welche vorab gezahlt werden oder monatlich ratierlich getilgt werden. Wenn die Einrichtungskosten getilgt sind, wird mit den monatlichen Raten Gold mit einem Aufschlag von rd. 25% gekauft.
Letztlich ist ein solcher Abovertrag nur für “doofe” Kunden gemacht, welcher man über einen Strukturvertrieb jedoch problemlos akquirieren kann, wenn man bedenkt, dass der Kunden Anlagegold für 1-2% über dem Spot einkaufen kann, ohne solche Einrichtungskosten zahlen zu müssen (siehe u.a. http://www.gold.de).

Mit diesen Verträgen hat die PIM und ihr Vertrieb zwar ganz gut verdient, aber diese Gelder reichten bei weitem nicht dafür aus, um die exorbitant hohen Kosten von mehr als einer Million € tragen zu können, welche der Vertriebsaufbau bereits in 2010 bis 2011 verschlungen hat.

Wesentlich höhere Geldbeträge wurden mit den Einmalanlageprodukten eingenommen. PIM Gold hat deshalb von 2010 bis 2014 die Depot21-Verträge vertickt. Hierbei kauft der Kunde mit einem Aufschlag von 32% bis 39% Anlagegold mit dem Garantieversprechen, dass er dieses nach einem Jahr (im 13. Monat) mit einem Aufschlag von 10,8% bis 17,48% auf den Kaufpreis an die PIM zurückverkaufen kann. Zur Sicherheit wurde dem Kunde sogar angeboten, dass er das Gold an sich ausliefern lassen kann, was rd. 40% der Kunden auch in Anspruch nahm.

Finanziert sollte dieses Garantieversprechen damit werden, dass die PIM angeblich weltweit Goldhandelsgeschäfte mit einer sehr hohen Handelsmarge tätigen würde. Das war das Märchen, welches Pazarci und seine Generaldirektoren ihren Vertriebsschafen und deren Kunden erzählten. In Wahrheit gab es diese Handelsgeschäfte überhaupt nicht. Erst ab 2014 wurde in sehr geringem Umfang mit Altgold und Schmuck gehandelt, um eine Alibi für diese Behauptung vorzuzeigen.

Tatsächlich wurden von Anfang an die Vertriebsaufkosten und die hohe Provisionen aus den Goldbeständen entnommen und in 2012 und 2013 auch alle betrieblichen und privaten Immobilieninvestitionen von Pazarci finanziert.

Über 90% der Umsatzerlöse der PIM resultieren aus Einmalanlagen. In der folgenden Tabelle sind die Vertragsarten aufgelistet, welche die PIM von 2010 bis heute vertrieben hat.

Vertragsarten der PIM Gold und Scheideanstalt GmbH
Vertragsarten von PIM Gold: Depot21, Goldkauf, Internationaler Goldkauf, Goldspot, Bonusgoldspot, Bonusgoldkauf-plus

Bei diesen Verträgen muss die PIM mindestens den dem Kunden zugesagten Mehrwert und die dem Vertrieb gezahlten Provisionen erwirtschaften. Die PIM hat von 2010 bis heute für rd. 430 Millionen Euro Einmalanlageverträge verkauft. Für die Erwirtschaftung des Mehrwerts und der Provisionen müssten somit mindestens rd.
16% von 443 Mio. € = rd. 71 Mio. € verdient worden sein.

Verluste aus dem Schneeballsystem der PIM von Mesut Pazarci
Verluste / Veruntreuungen des Schneeballs PIM Gold von Mesut Pazarci

Hinzu kommt, dass die PIM/PGD für interne Personalkosten, IT, Werbung, Kongresse, Messen jährlich mindestens 2 Millionen Euro benötigt, so dass seit 2010 mindestens 10 Millionen Euro Kosten aufgelaufen sind. Somit müssten die Erträge aus den verbleibenden Geschäftenvon 2010 bis 2017 mindestens rd. 80 Millionen Euro  erwirtschaftet haben. Den Kunden der PIM wurde immer mitgeteilt, dass die PIM mit lukrativen Goldhandelsgeschäften die notwendigen Erträge verdeint habe. Doch wer die PIM seit Jahren kennt, weiß, dass es diese lukrativen Handelsgeschäfte überhaupt nie gegeben hat. Die PIM hatte neben dem Verkauf der Einmalanlageverträ‐
ge folgende Geschäfte mit folgenden großzügig geschätzten Roherträgen:

Die Handelsgeschäfte der PIM

Somit stehen den aufgelaufenen Kosten von rd. 80 Mio. Euro lediglich Erträge aus Handelsgeschäften in Höhe von lediglich 10 Millionen gegenüber. PIM Gold hat mit diesem Geschäftsmodell nicht den Hauch einer Chance jemals positiv wirtschaften zu können. Somit werden die angelaufenen Verluste, welche durch Veruntreuung des Kundengoldes kompensiert werden, stetig erhöht, was solange funktionieren kann, bis letztendlich überhaupt kein Kundengold mehr vorhanden ist.

Schneeball‐/Ponzi‐Systeme funktionieren nur dann, wenn immer wieder mit frischem Geld alte (finanzielle) Löcher gestopft werden können und wenn die diesbezüglichen Umsätze stetig ansteigen, da die Kosten des Systems kompensiert werden müssen. Die relativ hohen Umsätze konnten bei der PIM nur dadurch erzielt werden, dass die Vermittler die Verträge ihrer Kunden immer wieder neu anlegen konnten. Dies hat bei der PIM bis zum Jahre 2014 funktioniert. Da ab 2014 bei der PIM jedoch keine Umsatzsteigerung mehr erzielt werden konnten, konnte die PIM finanziell nur überleben, wenn weitere liquide Zuflüsse hinzukamen.

Somit war die PIM von Beginn an ein betrügerisches Ponzi-Scheme, welches nur durch die jährlichen Umsatzsteigerungen finanziert werden konnte. Alles war nur ein billiger Fake. Deshalb war die Firma PIM-Gold des Mesut Pazarci bereits Ende des Jahres 2015 pleite. Kunden mussten bis zu 4 Monate auf Auszahlungen bzw. Auslieferungen warten.
Um weitere Liquidität zu gewinnen, wurde bei der PIM Ende 2015 der Tarif Bonusgoldkauf‐plus eingeführt. Bei den bisherigen Einmalanlageverträgen der PIM konnte die PIM nur über den Teil der Anlagesumme für einen kurzen Zeitraum verfügen. Beim Bonusgoldkauf‐plus‐Vertrag konnte die PIM über die „gesamte Anlagesumme“ sogar über einen „längeren Zeitraum“ verfügen.

Liquidität aus den unterschiedlichen PIM-Verträgen
Liquidität aus den unterschiedlichen PIM-Verträgen

Deshalb wurden nachweislich bei der PIM alle Einnahmen aus dem Bonusgoldkaufplus‐Vertrag im Zeitraum von Dezember 2015 bis September 2016 für Rückzahlungsverpflichtungen von Altverträgen (GK, IGK, Zweitlieferung
Goldspot) verwendet.

Wer sich die Zahlungsflüsse von PIM Gold von Dezember 2015 bis zum September 2016
angeschaut, muss feststellen, dass mit den Kundengeldern nicht vertragsgemäß Gold
(Goldbarren, Altgold, Schmuck) erworben wurde, sondern dass mit diesen Geldern nahezu ausschließlich Rückzahlungs‐ (GK, IGK‐Verträge) bzw. Auslieferungsverpflichtungen (Zweitlieferungsverpflichtung von Gold‐
spotverträgen) bedient wurden.
Beweis: PIM-Gold konnte entgegen ihren eigenen AGBs nicht alle 21 Tage eine Wirtschaftsprüferbescheinigung über eine Inventurprüfung vorlegen, da offensichtlich die notwendigen Goldbestände nicht vorhanden waren.

Im Zeitraum vom Sommer 2015 bis zum Sommer 2016 mussten die Kunden oft bis zu 3 Monate auf Ihre Auszahlungen bzw. Auslieferungen warten, da nachweislich weder die notwendigen Goldbestände noch die Liquidität in Geldmitteln bei der PIM vorhanden war.

Die Überprüfung des Geschäftsmodells der PIM‐Goldanlageverträge zeigt zweifelsfrei, dass keine ausreichenden Erträge aus anderen Handelsgeschäften vorhanden sind, um die die Kosten dieser Verträge überhaupt decken zu können. Die scheinbare Befriedigung dieser Verträge war nur dadurch möglich,

  • dass diese Goldanlageverträge immer wieder neu angelegt wurden,
  • dass erhebliche jährliche Umsatzsteigerungen erzielt wurden und
  • dass die tatsächlich vorhanden bzw. nicht vorhandenen Goldbestände verborgen wurden.

Im Vertrieb der PIM arbeiteten zeitweise mehr als 1.000 Vertriebspartner. Es gab mehr als 40 Personen mit einem ordentlichen fünfstelligen Verdienst. Alle redeten von den großen Erfolgen des 100-Millionen-Unternehmens, doch alles war nur ein Fake. Was nützen denn Umsätze von mehr als 100 Millionen Euro, wenn damit nur ein Schneeball gedreht wird, welcher kurz vor dem Zerbarsten ist.

Doch es ist schon eine außergewöhnliche Leistung von Mesut Pazarci, dass er diesen Schneeball so lange am Laufen halten konnte und dass er immer noch meint, dass er sein geniales Hütchenspiel auch jetzt noch fortsetzen kann. Mesut Pazarci ist ein Narzist, welcher in seiner Scheinwelt lebt. Es existiert nur seine Realität, alles andere wird ganz einfach ausgeblendet oder eliminiert. Dies erklärt auch, dass ihn die Bilanzen, eine funktionierende Warenwirtschaft, die wahren Sollbestände, etc. nie interessiert haben. Er hat damit einfach ausgeblendet, dass er ein betrügerisches Schneeballsystem fährt. Mesut Pazarci spielt als professioneller Schauspieler die Rolle des erfolgreichen Unternehmers. Und diese Rolle spielt er so gut, dass er mittlerweile selbst glaubt, sie wäre Realität geworden.

In den folgenden Blogbeiträgen zeigen wir auf, dass mit laufenden Strafanzeigen der bandenmäßige Betrug von PIM Gold und Mesut Pazarci bereits überführt wurde.